Mittwoch, 21. Februar 2018

Neu in Dortmund: Porterhouse in Neuasseln



Salatbüffet im Enterprise-Design

Manchmal fragt sich der Genießer, was er eigentlich tut, wenn der in die unendlichen Weiten des Ruhrgebiets vordringt, um Restaurants zu entdecken, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Jedenfalls kam mir dieser Gedanke, als ich die fast 30 Kilometer von Bochum in den Dortmunder Stadtteil mit dem beschaulichen Namen Neuasseln fuhr, um der Einladung zu einem Presseessen des Restaurants Porterhouse zu folgen. Haris und sein Vater Esad Sokoljakovic haben das Lokal Anfang Februar eröffnet. Zuvor hatte Esad u.a. das Stadewäldchen in der Dortmunder Innenstadt betrieben.

 Haris und Esad Sokoljakovic mit Kellner Rudi und Koch Richy

Sohn und Vater bieten, unterstützt von Oberkellner Rudi und Koch Richy, eine mediterran inspirierte Grillküche mit viel Fleisch und Fisch an. Zu Feier des Tages fuhren sie recht dunkel geratenes Grillgut auf. Das Rumpsteak war tadellos, beim namengebenden Porterhouse- (bzw. T-Bone-Steak) auch die Filet-Hälfte, während der Roastbeef-Teil auf der anderen Seite des Knochens einiges Engagement beim Kauen einforderte. Ausgezeichnet waren die Scampi und Garnelen, die als Beilage zu Spaghetti bzw. auf provenzalische Art serviert wurden - und auch die Dorade, die am Tisch filetiert wurde. Beeindruckend war schließlich die Dessert-Parade aus mit viel Sprühsahne aufgepeppten monumentalen Eisbechern und Palatschinken.


 Tomatensuppe mit Sahne

Kamera raus zum digitalen Tischgebet:
Große Garnelen auf provenzalische Art

 Spaghetti mit Riesen-Garnele

Gegrillte Dorade mit Scampi, Spaghetti, Spinat und Rosmarinkartoffeln

Rumpsteak

Porterhousesteak

 Eisbecher mit Früchten

 Palatschinken mit Erdbeeren (und Orangen)

Die Leute aus den umliegenden Wohngebieten können sich freuen, solch ein solides Angebot mit überzeugendem Preis-Leistungsverhältnis in der fußläufigen Nachbarschaft zu haben, zumal sie auch ohne Bedenken dem hochprozentigen Sliwowitz zusprechen können, der zum Digestif angeboten wird. Den Pflaumenschnaps brennt Vater Esad im bosnischen Gradačac aus eigenen Früchten selbst.

 Selbstgebrannter Sliwowitz

Was die 30-Kilometer-Anreise für den Genießer letztlich lohnenswert machte, war die wunderbare Ausstattung des Lokals von Innenarchitekt Esad Suljevic. In vielerlei Hinsicht, von der Farbgebung bis zur Kombination von organischen und synthetischen Formen, erinnerte ihn Ausstattung an die Kulissen der klassischen Raumschiff-Enterprise-Serie aus den 1960-er Jahren.







Porterhouse, Holzwickeder Str. 121, 44309 Dortmund-Neuasseln. Tel.: 0231/259784. Mo-So 12-22 Uhr. Infos im auf www.ph-dortmund.de und Cityrestaurants.
 

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