Mittwoch, 9. Juni 2010

Slow Food: Gründung des Conviviums Essen auf den Weg gebracht



Über fünfzig Interessierte wollen Slow Food in Essen gründen

Am 7. Juni fand in Essen einen Informationsveranstaltung zur Gründung eines Conviviums (Ortsverbands) der Genießervereinigung Slow Food in Essen statt. Ursprünglich sollte das Treffen im Restaurant „Rôtisserie du Sommelier“ in Rüttenscheid stattfinden. Doch das Interesse war so groß, dass in die Cafeteria eines Altersheims ausgewichen werden musste. Über 50 Slow-Food-Mitglieder und Nicht-Mitglieder und andere Interessenten fanden sich ein.

Die Initiatoren Karla Knoche-Weniger und Manfred Weniger (Bild), die den Feinkosthandel „Essengenuss“ betreiben, hatten zusammen mit Thomas Friedrich von der „Rôtisserie“ „Bergmanns-Tapas“, d.h. Schnittchen vom Fleisch des Bunten Bergheimer Schweins, einem Passagier der Slow-Food-Arche, sowie ausgesuchte Weine vorbereitet, so dass der Abend auch zünftig unterfüttert war.

Hanns-Ernst Kniepkamp vom Vorstand Slow Food Deutschland (Bild) stellte die Organisation kurz vor (Infos hier), und Manfred Weniger unterstrich die Notwendigkeit, in Essen ein Convivium zu gründen. Doch brauchten die beiden nicht lange zu reden, denn sie rannten bei den Anwesenden offene Türen ein. Schnell fanden sich weit mehr als die satzungsgemäß notwendigen fünf Mitglieder, die bereit waren, die Gründung bei Slow Food Deutschland zu beantragen. Die Bestätigung dort ist nur noch Formsache. Die offizielle Gründung ist für den Juli vorgesehen.

Das erste Ziel ist es, einen regelmäßigen Stammtisch (Schneckentreff) in Essen zu etablieren, auf dem die inhaltliche Ausrichtung des Conviviums entwickelt werden kann. Erste Ansätze wurden in den Gesprächen der Interessierten deutlich: Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über gutes Essen, die Förderung von regionalen Produkten in der Gastronomie und auch eine politischere Ausrichtung des Vereins kamen u.a. zur Sprache.

Der Genießer begrüßt die Gründung des Conviviums aus vollem Herzen. Er hatte sich schon gewundert, warum es ausgerechnet in der Stadt Essen, zweifellos das kulinarische Zentrum des Ruhrgebiets, nicht schon längst eines gibt. „Die Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist ein guter Anlass“, meint Manfred Weniger.

Deftige Unterfütterung der Veranstaltung:
Bergmanns-Tapas vom Bunten Bentheimer Schwein

1 Kommentar:

  1. Glückwunsch an die Initiatoren! Viel Glück und Zuspruch! Und bestimmt: einen langen Atem!!

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