Freitag, 18. Juni 2010

Essen verwöhnt: Kochwettbewerb „Revierkönig“



Spannender Moment: Fernsehkoch Nelson Müller,
Wettbewerbs-Teilnehmer Jörg Tittel und Gourmetmeilen-Chef
 Rainer Bierwirth beobachten den Genießer beim Testen des Zanders

Gestern fand im Rahmen der Gourmetmeile „Essen verwöhnt“ der Kochwettbewerb „Revierkönig“ statt. Gesucht wurde dabei das beste Ruhrgebiets-Gericht. Hobbyköche konnten dazu im Vorfeld Rezepte einsenden, aus denen acht Teilnehmer ausgesucht wurden. Die mussten ihre Gericht zu Hause kochen und in einem Henkelmann einer vierköpfigen Jury, zu der auch der Genießer gehörte, präsentieren. Moderiert wurde die Aktion von Fernsehkoch Nelson Müller und Gourmetmeilen-Veranstalter Rainer Bierwirth.

Sechs der acht eingereichten Gerichte:
Zander mit Apfel-Pumpernickel-Kruste, Steckrübeneintopf, Stielmus,
Graupensuppe, "Schätzkes" und Möhren-Durcheinander

Die Jury war sich einig. Was die Teilnehmer am Kochwettbewerb „Revierkönig“ an typischen Ruhrgebietsgerichten mitgebracht hatten, schmeckte fantastisch. Unter der Leitung von Nelson Müller hatten es der Essener Bürgermeister Franz-Josef Britz, die Journalisten Michael Köster (WAZ) und Karin Freislederer (Mediabunt) sowie der Genießer schwer, das beste Gericht auszuwählen. Da wurde geschnuppert, gekostet und geschmeckt, längst vergessene Geschmackserinnerungen reaktiviert und manch ein Vorurteil gegen seltsame Zutaten überwunden. Manch ein Juror hätte die Probierportion, die für alle reichen musste, gern ganz aufgegessen. Dem Genießer gefiel besonders, dass typische Ruhrgebietsprodukte wie Graupen und Stielmus, aber auch Nierchen und Stockfisch meist zu Eintöpfen verarbeitet wurden, der traditionellen Form des Ruhrgebietsgerichtes.

Nelson Müller speist die Zuschauer auf der Gourmetmeile

Die Wahl fiel nicht leicht, und so gab es drei punktgleiche erste Preise: für Ute Herrmanns‘ „Duisburger Schweinepfeffer“ (Rezept hier), Fritz Grumms "Stielmus aus dem Ruhrgebiet“ (Rezept hier) und Sabine Bendischs „Schätzkes“, einem Ragout aus Bauchfleisch und Nierchen (Rezept hier). Der zweite Preis ging an Jörg Tittel und seinen modern anmutenden Zander unter Pumpernickel-Apfelkruste auf grünen Bohnen (Rezept hier). Der dritte Preis war doppelt besetzt und ging an Erika Schweers für ihr „Möhren-Durcheinander“ (Rezept hier) und Margret Reichenbach für ihren Steckrübeneintopf (Rezept hier). Ohne Preis blieben leider Niklas Fuhrmann und seine (leicht versalzene) Graupensuppe (Rezept hier) und Reiner Nökels „Stockfisch nach Oma Klärchen“ (Rezept hier).

Teilnehmer und Jury freuen sich über den gelungenen Kochwettbewerb

Spannende Verkostung

Alle Fotos stammen von Thomas Range

Kommentare:

  1. Es geht doch nichts über gute Hausfraus/manns Kost.

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  2. Ich freue mich, dass echte Ruhrgebietsrezepte so breit vertreten waren und so gut beurteilt wurden. Wann schaltet die Gastronomie endlich, so ehrlich zu kochen und nicht immer sogenannte Kochinspirationen als Pseudo- Ruhrgebietsküche zu verkaufen

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