Sonntag, 11. April 2010

Vorgestern bei der Freundin des guten Geschmacks: Portugiesisches Bloggermenü



Stilvolle Präsentation: Portugiesisches Menü bei der Freundin des guten Geschmacks

Vorgestern hatte die Freundin des guten Geschmacks zum zweiten Mal zum Bloggermenü geladen. Diesmal hatte sie es unter das Motto „Portugiesische Spezialitäten“ gestellt, und der Weindeuter, der Genießer und die Blog-Beobachterin P.Sch. ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zu folgen. Der Mahlzeitvogel war nicht da; er hatte wohl keinen Hunger.

Das Menü war, schlicht gesagt, sensationell. Besser als kann in Portugal auch nicht essen, mit solch einem Enthusiasmus kam die Freundin des guten Geschmacks für die portugiesisch sprechende Welt nach. Als Aperitif wurde auf der Terrasse Poncha, gereicht, eine Rum-Spezialität von Madeira. Dazu gab es stilecht weiße Bohnen als authentisches Knabberzeug. Am Amuse gueulle, einer Thunfisch-Paté zum Brot, Oliven, Butter und verschiedene Salzspezialitäten, hätte man sich satt essen mögen, doch das wäre ein Fehler gewesen. Als ersten Gang gab es eine Fischplatte der besonderen Art mit Stockfischkrokette, gebackener Jakobsmuschel und Tintenfischsalat – delikat, delikater, am delikatesten. Dem folgte eine Caldo verde, eine rustikale Suppe aus eine besonderen Kohlart mit Chourizo-Wurst aus Nordportugal. Als Hauptgang gab es schließlich ein Muschel-Schweinefleisch-Ragout aus der Cataplana, einer bombenartigen Deckelpfanne, die früher direkt ins offene Feuer gesetzt wurde. Das Dessert bestand aus Ananas mit Caiprinha-Sorbet, ein Tribut an das größte Land der Welt, in dem portugiesisch gesprochen wird: Brasilien. Doch es war noch nicht der Abschluss des Ganzen. Den bildeten die extra aus einer portugiesischen Bäckerei in Hagen eingeflogenen Pastel nata, Blätterteigtörtchen mit Pudding.

Dass alles mit Raffinesse gekocht und einer Extraportion Charme serviert, aber immer wieder überraschend sein würde, darauf hatten die Gäste von Anfang an gefreut. Also legten sich der Weindeuter und der Genießer mächtig ins Zeug, um entsprechende Rotweine beizusteuern. Für einen weißen Vinho Verde und einen Madeira hatte bereits Herr Geschmacksache gesorgt. Der Genießer brachte einen eleganten 2000er Pactus aus der Estremadura aus der roten Rebsorte Touriga Nacional mit. Der Weindeuter überraschte nicht nur mit einem mächtigen 2005er Grou Cabeção aus dem Alentejo, sondern auch mit einem Portwein Ottima 10 von Warre’s.

Das üppige Mal dauerte von halb sieben bis weit nach Mitternacht. Muss man noch mehr sagen?

Gute Laune auf der Terrasse: Freundin des guten Geschmacks, P.Sch., Herr Geschmacksache, Genießer. Der Weindeuter hat fotografiert.


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